Eine verstopfte Nase ist eine häufige Folge von Entzündungen und Schwellungen der Nasenschleimhaut in den Nasengängen und in vielen Fällen auch in den Nasennebenhöhlen. Oft liegt eine Rhinosinusitis zugrunde, obwohl eine Nasenverstopfung auch bei einer Reihe anderer Erkrankungen auftreten kann. Unabhängig von der Ursache führt eine Schwellung der Nasenschleimhäute zu einer Verengung der Nasenwege. Dies beeinträchtigt die Nasenatmung und kann mit einem unangenehmen Druckgefühl im Gesicht einhergehen. Daher ist es wichtig, die zugrunde liegende Ursache zu identifizieren und die physiologischen Reinigungsmechanismen der Nasenschleimhaut zu unterstützen.
Häufige Ursachen für eine verstopfte Nase
- Erkältung
- Rhinosinusitis (Entzündung der Nase und Nasennebenhöhlen)
- Sinusitis – Nasennebenhöhlenentzündung
- Nasenpolypen
- Allergische Rhinitis
- Längerfristiger Gebrauch von abschwellenden Mitteln (medikamentöse Rhinitis)
- Grippe
- Anatomische Ursachen (z. B. Verkrümmung der Nasenscheidewand)
In vielen Fällen wird eine verstopfte Nase nicht durch übermäßigen Schleim verursacht, sondern durch eine Schwellung der Nasenschleimhaut aufgrund erweiterter Blutgefäße. Diese Schwellung verengt die Nasenhöhle und behindert den Luftstrom.

Wie wird eine verstopfte Nase behandelt?
Die Behandlung einer verstopften Nase orientiert sich an Ursache und Ausprägung der Beschwerden. Ziel ist es, die Symptome zu lindern und die Funktion und Durchlässigkeit der Nasenschleimhaut zu verbessern.
Abschwellende Nasensprays
Häufig werden abschwellende Nasensprays eingesetzt. Die hier enthaltenen gefäßverengenden Wirkstoffe reduzieren die Durchblutung der Nasenschleimhaut und verringern die Schwellung kurzfristig. Bei längerer Anwendung kann es jedoch zu einem Rebound-Effekt kommen, bei dem sich die Nasenverstopfung nach dem Absetzen verstärkt. Dies kann im ungünstigen Fall zu einer medikamentös bedingten Rhinitis führen.
Meersalz- und Kochsalzlösungen
Zur unterstützenden Behandlung werden außerdem Meersalz- oder physiologische Kochsalzlösungen verwendet. Sie helfen, die Nasenschleimhaut mit Feuchtigkeit zu versorgen und können den Sekretabfluss unterstützen. Ihre Wirksamkeit kann jedoch in Fällen eingeschränkt sein, in denen der Sekretabfluss der Nasennebenhöhlen erheblich beeinträchtigt ist, wie beispielsweise bei einer Rhinosinusitis.
Natürliche Nasensprays
Als weitere Option stehen natürliche Nasensprays zur Verfügung, welche die physiologischen Reinigungsmechanismen der Nasenschleimhaut fördern und den Abfluss von angesammelten Sekreten aus Nase und Nebenhöhlen erleichtern. Auf diese Weise kann die Nasenverstopfung verringert und die mit einer Rhinosinusitis verbundenen Symptome gelindert werden. Bei dieser Art der Anwendung wurden keine Gewöhnungs- oder Rebound-Effekte beobachtet.

Häufig gestellte Fragen zur Verstopfung der Nase
Was sind die häufigsten Ursachen für eine verstopfte Nase?
Wie lange dauert eine verstopfte Nase?
Warum ist manchmal nur ein Nasenloch verstopft?
Wann sollte ich wegen einer verstopften Nase ärztlichen Rat einholen?
Eine ärztliche Abklärung ist sinnvoll, wenn
- Fieber über 38 °C auftritt,
- die Beschwerden länger als 10 Tage anhalten,
- eitriges oder gelb-grünes Nasensekret auftritt,
- deutliche Gesichts- oder Druckschmerzen bestehen oder
- Kinder Atembeschwerden entwickeln.
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